Allgemeines

Bildaufbau:

  • Befolgt man die grundsätzlichen Regeln der Fotografie wird man weitaus interessantere Fotos erhalten. Diese Regeln gezielt zu brechen kann aber auch ein gestalterisches Mittel sein. Dies sollte aber gekommt eingesetzt werden, damit es nicht ungewollt aussieht.

  • Ein Bild sollte einfach und klar gestaltet sein, Störendes kann durch eine geringere Schärfentiefe ausgeblendet oder durch einen engeren Bildausschnitt auf dem Bild geschoben werden. Dadurch wird die Wirkung des Motivs verstärkt.

  • Wo ein engner Bildausschnitt für die Konzentration aufs Wesentliche und Dynamik sorgt, passt zu anderen Motiven ein Bild mit Freiräumen und gleichmäßigen, weitläufigen Flächen. Dadurch kann Weite oder aber Ruhe erzeugt werden.

  • Nach der Drittel-Regel, auch goldener Schnitt, wirken Bilder interessanter, wenn das Bild jeweils horizontal und vertikal durch Linien in drei gleich große Bereiche unterteilt und die abzubildenden Objekte auf diesen Linien , besser noch, auf deren Schnittpunkten platziert werden. Die Bildmitte sollte hingegen für die interessanten Objekte nicht genutzt werden. Auch sollte der Horizot auf einer dieser Linien liegen und so ein bzw. zwei Drittel des Bildes ausfüllen, nicht jedoch die Hälfte. Auch helle und dunkle Bereiche im Bild sollten nach der Drittel-Regel abgebildet werden. Dir Hauptmotive sollten

  • Symmetrische Fotos können langweilig wirken, machen bei bei Architektur-Fotografie oder abstrakten Formen aber durchaus Sinn.

  • Linien nutzen, die den Betrachter indas Bild hinein führen.

  • Diagonalen nutzen.

  • Auf einen geraden Horizont achten. Meistens lassen sich Hilfslinien auf dem Display einblenden.

  • Alles was nicht aus der normalen menschlichen Perspektive fotografiert wird, wirkt interessanter.

  • Bei Bilderserien von Ausflügen, Reisen oder Fototouren sollten immer auch Bezugspunkte (Schilder, Sraßen, Kartenausschnitte, Szenenübersicht) abgebildet werden, eben so wie bekannte Obketke wie Wahrzeichen. Für mehr Abwechslung auch ruhig mal nur ausschnittweise oder einer ungewöhnlihen Perspektie. Klischees dürfen auch ruhig bediehnt werden – es gibt sie nicht umsonst.

  • Dunkle Bereiche am Bildrand oder in den Ecken führen den Blick auf das Motiv in die helleren Bereiche der Mitte

  • Der Blick des Betrachters führt meistens von links oben nach rechts unten.

  • Durch eine Linie kann man den Blick von rechts unten wieder in die Bildmitte führen und so ein längeres Betrachten bewirken.

  • Im Schärfebereich liegende Objekte diehnen dem Betrachter als Ausgangspunkt. Von dort aus wandert der Blick über das Bild.

  • Farbtupfer wie Sonnenschirme oder eine Blume dienen als Blickfang. Das Bild wird durch sie wesentlich interessanter.

  • Objekte im Vordergrund setzten sich durch einen ruhigen Hintergrund, der nicht vom Motiv ablenkt, esser ab. Grelle Farben, Bewegungen usw., aber auch störende Objekte wie Mülleimer sollten vermieden werden. Durch geringe Schärfentiefe wird der Hintergrund unscharf. Störendes verschwindet so nicht, wird aber abgeschwächt.

  • Perspektivische Verzerrung mit einem sich nach hinten stark verjüngenden Objekt im Vordergrund erreicht man mit einer niedrigen Brennweite und einem geringen Objektabstand.

  • Ungewöhnliche Bildausschnitte machen Bilder interessanter, enges Anschneiden unterstreicht die Bildaussage

  • Im Hochformat wirken Vertikale Linien höher. Das Querformat betont Breite und Weite.

  • Glasobjekte vor weißem Hintergrund wirken plastischer, wenn sie dunkele Bereiche haben. Dafür kann seitlich außerhalb des Bildes etwas schwarzes wie eine schwarze Pappe aufgestellt werden, die sich im Glas spiegelt. Umgekehrt funktioniert es auch: Glas vor dunkelem Hintergrund, seitlich weiße Pappe.

  • Eine Lichtquelle hinter Glas bringt dieses zum Leuchten. Das Glas aber möglichst indirekt beleuchten.

  • Essen wirkt besonders gut wenn es durch eine leicht erhöhte Lichtquelle im Hintergrund beleuchtet wird.

  • Für eine Tiefenwirkung auf Vordergrund, Mitte und Hintergrund achten.

Blitz & Licht:

  • Eine Lichtquelle vor dem Motiv (der Fotograf hat die Sonne im Rücken) sorgt für kräftige Farben, blauen Himmel, viele Deteils und ist die unkomplizierteste Form der Beleuchtung.

  • Licht von der Seite betont Strukturen und die dreidimensionalen Wirkung des Motivs.

  • Eine Lichtquelle hinter dem Motiv (Gegenlicht) eignet sich für Umrisse und Silhuetten.

  • Direktes Licht erzeugt kräftigere Farben, Stärkere kontraste und eine gute Stimmung.

  • Indirektes Licht erzeugt gedämpfte Farben, weiche Kontraste und kann je nach Motiv düstere Stimmung hervorbringen.

  • „Zwischen elf und drei haben Fotografen frei“: Mittags ist das licht recht hart und kalt. Die Sonne stehthoch und wirft daher kurze Schatten, die das Bild weniger interessant erscheinen lassen.

  • Gegenlicht läßt Motivkanten und Blüten leuchten.

  • Benutzt man bei sonnigem Wetter einen Füllblitz um das Motiv im Vordergrund besser abzubilden kann der Hintergrund überstrahlen. In diesem Fall -1 bis -2 Blendenkorrektur. Im Dämmerlicht wird der Hintergrund hingegen zu dunkel. Hier die Blende um +1 bis +2 korrigieren.

  • Rauch:

    • Rauch fotografiert man am besten in einem abgedunkelten Raum

    • Man kann als den Blitz als einzige Lichtquelle benutzen. Die Strukturen des Rauchs kommen am besten zur Geltung, wenn er von Hinten beleuchtet wird.

    • Eine gute Belichtungszeit ist 1/200s.

    • Fokusiert wird manuell oder per Fokusverriegelung. Um den Fokus festzusetzen kann man dort wo der Rauch aufsteigt ein Objekt hin halten worauf man scharf stellen kann.

    • Als Rauchquelle eignen sich Räucherkerzen gut.

  • Beim Blitz auf den zweiten Vorhang (Syncronisation auf den zweiten Verschlussvorhang) wird der Blitz nicht wie üblich ausgelöst, sobald der Auslöser gedrückt wird und die Belichtung beginnt, sondern erst kurz vor dem Ende der Belichtung. Dies hat bei Bewegten Objekten den vorteil, dass durch Bewegung verursachte lichtspuren nicht vor dem bewegten Objekt, sondern dahinter liegen.

  • Bei weitläufigen Szenen ohne Motiv im Vordergrund gehört der Blitz ausgeschaltet. Ein Blitz mit fünf Metern Reichweite macht keinen Sinn wenn man eine Skyline fotografiert, die 200 Meter entfernt ist. Der Blitz verpufft. Oft wird er angelassen, damit die Kamera automatisch durch den eingeschalteten Blitz die Belichtungszeit verkürzt und so keine Bewegungsunschärfe entsteht. Dies kann auch manuell eingestellt werden.

Kameraeinstellungen:

  • Bei der Verwendung eines Stativs sollte der Bildstabilisator ausgeschaltet werden. Auch bei kleinsten Erschütterungen des Stativs fängt er an zu arbeiten, wodurch eine minimale Bewegungsunschärfe ensteht und so das Bild nicht die volle Auflösung und Schärfe erreicht.

  • Um Bildrauschen zu vermeiden kann etwas überbelichtet werden, da das Rauschen stärker in den dunkleren Bereichen des Bildes auftritt

  • Bei überwiegend dunkelen Szenen mit der Belichtungskorrektur um -1/3 bis -2/3 nachunten korrigieren,bei überwiegend hellen Szenen umgekehrt.

  • RAW+JPG nutzen. RAW Bilddateien können am PC besser nachbearbeitet werden. Sie sind sozusagen Rohdaten, in die die Kamera nicht eingegriffen hat (z.B. durch Weißabgleich, Objektivkorrektur usw.) Ist man auf schnelles Speichern angewiesen, oder wird der Speicherplatz knapp, kann man RAW ausschalten.

  • „Die Sonne lacht, Blende acht.“

Technik:

  • Bei geringer Umgebungstemperatur sollte der Ersatzakku warm gehalten werden, da er bei Kälte schnell entlädt. Zum Beispiel kann man ihn in der Hosentasche transportieren.

  • Aufgeheizte Kameras produzieren mehr Bildrauschen. Darum sollten sie kühl gehalten werden.

  • Die Kamera sollte keinen starken und plötzlichen Temperaturschwankungen ausgesett werden. Beschlagene Linsen bis hin zu Kondenzwasser können die Folge sein.

 

 

 

 

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