Grundbegriffe

Autofokus (AF)

  • Autofokus-Modi

    • Schärfepriorität (AF-S) für unbewegte Motive. Den Auslöser halb durchdrücken um auf ein Objekt scharf zu stellen. Hält man den Auslöser weiter gedrückt, bleibt der Fokus gespeichert und man kann den Bildausschnitt noch verändern, bevor man auslöst, indem man den Auslöser ganz durchdrückt.

    • Auslösepriorität (AF-C) für bewegte Motive bei kontinuierlichem Fokus. Die Kamera stellt koninuierlich auf das anvisierte Objekt scharf und versucht den Fokus auf bewegte Objekte im voraus zu berechnen. Drückt man den Auslöser durch wird ein Bild aufgenommen, ohne dass vorher fokusiert wurde.

Blende

Die Blende reguliert die Lichtmenge, die auf den Chip fällt. Ein hoher Blendenwert (z.B. F16) entspricht einer kleinen Blendenöffnung und sorgt für Tiefenschärfe. Ein kleiner Blendenwert bedeutet eine große Blendenöffnung und damit eine geringe Schärfentiefe und hohen Lichteinfall.

  • Damit sich das Motiv vom Hintergrund abhebt, sollte man versuchen, diesen mit einer geringen Schärfentiefe unscharf abzubilden.

  • Je weiter die Blende geöffnet ist, desto geringer ist der benötigte ISO-Wert, bzw. kürzer ist die benötigte Belichtungszeit.

  • Brennweite 50mm (entspr. 35mm Kleinbild) entspricht der Wahrnehmung des menschlichen Auges.

  • Bei jedem Blendensprung, beispielsweise von f/4 auf f/5,6 weiter auf f/8, verdoppelt sich die benötigte Belichtungszeit für eine bestimmte Bildsituation. Benötigt man bei f/4 eine Belichtungszeit von 1/320s, so ist es bei f/5,6 eine Zeit von 1/160s. Umgekeht ist es genau so. Öffnet man die Blende um eine weitere Stufe, halbiert sich die benötigte Belichtungszeit.

 

Belichtung

Im Bereich der Kameraeinstellungen hängt die Helligkeit eines Bildes, abgesehen von der Verwendung des Blitzes, vom ISO-Wert, der Blende und der Belichtungszeit ab. Beim Fotografieren kommt es darauf an, Belichtubgsdauer, Blenden-, und ISO-Wert in Einklang zu bringen.

 

Belichtungsmodi

Die möglichen Methoden der Kamera zur Belichtungsmessung

  • Vollautomatik: Alle Einstellungen werden automatisch eingestellt.

  • Programmautomatik: Blende und Belichtungszeit werden automatisch berechnet.

  • Zeitautomatik: Die Blende wird manuell gewählt. So kann man die Schärfentiefe beeinflussen. Die Belichtungszeit wird automatisch an die gewählte Blende angepasst.

  • Blendenautomatik: Die Belichtungzeit wird manuell gewählt. So kann die Schärfe von bewegten Objekten beeinflusst werden oder bei wenig Licht mehr Licht eingefangen werden. Die Blende wird automatisch an die gewählte Belichtungszeit angepasst.

  • Manuell: Alle Einstellungen werden manuell vorgenommen. So können schwierige Lichtverhältnisse bewältigt werden oder besondere Effekte erzielt werden.

 

Belichtungsmessung

Um für die Belichtung die passenden Werte für Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert wählen zu können muss die Helligkeit des Motivs gemessen werden. Das geschieht in der Regel per TTL Messung wobei die Helligkeit direkt durch das Objektiv gemessen wird

  • Mehrfeldmessung: Ähnelt der Mittelfeldmessung, wobei die Übergewichtung nicht in der Bildmitte sondern auf dem fokusierten Bereich liegt. Das Bild wird in einzelne Segmente eingeteilt in denen die Lichtsituation gemessen wird. Das Ergebnis wird mit eingespeicherten Szenen verglichen und die Belichtung für die passende Szene gewählt. Eine nicht besonders genaue Methode und so eher für spontane Aufnahmen geeignet

  • Mittelfeldmessung: Die Belichtungsmessung erstellt einen Durchscnittswert der Helligkeit im Bild mit einer Übergewichtung der Mitte. Geeignet für schnelle Portraits.

  • Spotmessung: Die Belichtung wird nur für einen Punkt gemesen. Dieser deckt tatsächlich nur einen sehr kleinen Bereich des Bildes ab und sollte daher genau platziert werden. Geeignet für Bilder mit starken Kontrasten (Gegenlicht, Sonnenuntergänge) und Reflektionen. Die Selektivmessung ähnelt der Spotmessung, der Messbereich ist hier aber etwas größer.

 

Belichtungezeit

Die Belichtungszeit, oder auch Verschlußzeit, gibt die Länge der Zeit an, in der die Blende geöffnet wird und Licht auf den Bildsensor fällt.

  • Je länger die Belichtungszeit ist, desto geringer ist der benötigte ISO-Wert, bzw. desto weiter kann die Blende geschlossen werden. Längere Belichtungszeiten erzeugen Bewegungsunschärfe. Beispielsweise erscheint dadurch fließendes Wasser weich oder es entstehen Lichtspuren von Autoscheinwerfern.

  • Kurze Belichtungszeiten frieren Bewegungen ein. Je kürzer, desto weniger Bewegungsunschärfe.

  • Für Freihandaufnahmen sollte die Belichtungszeit höchstens so lang sein, wie 1/Brennweite. Beispiel: Brennweite 60, Belichtungszeit höchstens 1/60s.

  • Um einen Ausgangspunkt für die manuelle Wahl der Belichtungszeit zu erhalten kann man im Automatikmodus den Auslöser halb durchdrücken. Auf dem Display sollte dann die von der Automatik ausgewählte Zeit angezeigt werden.

  • Ein ND Filter verdunkelt die Aufnahme und ermöglicht so längere Belichtungszeiten ohne Überstrahlungen. Siehe Zubehör.

  • Beispiele für Belichtungszeiten:

    • Ab 1s um fließendes Wasser samtig erscheinen zu lassen

    • 1/2s um eine fließende Bewegung abzubilden (Stativ benutzen)

    • 1/8s für eine scharfe Person vor einer anfahrenden, unscharfen U-Bahn

    • 1/30s um ein fahrendes Auto scharf vor einem unscharfen Hintergrund durch mitziehen der Kamera zu erhalten

    • 1/100s um Fußgänger

    • 1/200s friert die Bewegung von Rauch ein, leichte Bewegungsunschärfe bleibt aber bestehen.

    • 1/250s um Bewegungen ein zu frieren

    • Ab 1/400s schnelle Bewegungen wie von Autos oder beim Sport einfrieren

 

Weißabgleich

Sonnenicht von oben (mittags) ist kälter, seitlich einfallendes (morgens und abends wärmer. Die liegt daran, dass seitlich einfallendes Licht einen längeren Weg durch die Atmosphere zurück legt. Hierbei werden die blauen Lichtanteile stärker gestreut als die roten. Das blaue Streulicht verbleibt also in der Atmosphere und läßt den Himmel blau aussehen, während das rote Licht zur Erde hindurch dringt und sieanstrahlt. So entstehen rote Sonnenuntergänge, da Erde und Wolken direkt von dem warmen Licht angestrahlt werden. Besonders schöne und intensive Sonnenuntergänge gibt es, wenn viel Feuchtigkeit in der Atmosphere gibt wie nach einem Regenschauer), von der das Licht reflektiert und gebrochen wird. Alles war im Schatten liegt, wird nicht vom direkten warmen Licht angeleuchtet, aber vom kalten Streulicht. Darum erscheinen Schatten bläulich.

Farbtemperaturen:

  • 2600K-2800K Glühlampe

  • 2700K-3000K Halogenlampe

  • 4000K Leuchtstofflampe

  • 5000K Sonne morgens und abends

  • 5500K Sonne vormittags und nachmittags

  • 5500K-5800K Bedeckter Himmel

  • 5500K-6000K Blitzlicht

  • 9000K-12000K Blaue Stunde

ISO-Wert

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit an. Je höher der Wert, desto höher die Lichempfindlichkeit.hatten bläulich.

  • Je höher die Lichtempfindlichkeit, desto kürzer kann die benötigte Belichtungszeit, bzw. desto weiter kann die Blende geschlossen werden.

  • Je höher die Lichempfindlichkeit, desto stärker rauscht das Bild.

  • Eine doppelt so hohe Lichtempfindlichkeit halbiert die benötigte Belichtungszeit und umkehrt. Beispiel: Benötigt man für eine bestimmte Szene bei ISO 100 eine Belichtungszeit von 1/60s reicht bei ISO 200 eine Belichtungszeit von 1/120s.

 

Brennweite

Die Brennweite, oft Zoom bezeichnet, bestimmt den Abbildungsmaßstaab und somit auch den Bildausschnitt.

  • Kurze Brennweiten vergrößern die Tiefenwirkung weil das Bild auseinander gezogen wird.

  • Lange Brennweiten verdichten das Bild und lassen so Objekte dichter zusammen rücken.

  • Eine Brennweite von 50 entspricht in etwa dem Sichtfeld des menschlichen Auges.

  • Da bei einer längeren Brennweite das Objektiv weiter ausgefahren ist, fällt etwas weniger Licht hindurch.

 

Schärfentiefe

Die Schärfentiefe gibt den im Bild scharf dargestellten Bereich in die Tiefe an. Bei geringer Schärfentiefe ist nur ein kleiner Teil im Bild scharf. Bei großer Schärfentiefe hingegen ist der scharf dargestellte Bereich sehr groß. Die Schärfentiefe kann dazu verwendet werden um dem Bild mehr Tiefe zu geben und den Blick des Betrachters auf den Scharfen Bereich des Bildes zu lenken. Freistellen bedeutet ein Objekt durch Schärfe aus einem Bild heraus zu lösen, bzw. Es von dem unscharfen Bereich abzuheben. Die unscharfen Bereiche des Bildes heißen Bokeh (Japanisch für unscharf, verschwommen).

Beispiel: Geringe Schärfentiefe bei einem Portrait mit scharfem Gesicht und unscharfem Hintergrund. Oder große Schärfentiefe bei einer Landschaftsfotografie, die vom Vordergrund bis zum Hintergrund scharf ist.

  • Die Schärfentiefe wird kleiner mit größerer Blendenöffnung, größerer Brennweite und kürzerer Aufnahmedistand

  • Geringe Schärfentiefe (der Bereich in dem scharf abgebildet wird ist kurz) entspricht

    • offener / großer Blende

    • kleiner Blendenzahl / kleinem Blendenwert

  • Hohe Schärfentiefe (der Bereich in dem scharf abgebildet wird ist lang) entspricht

    • geschlossener /kleiner Blende

    • hoher Blendenzahl / hohem Blendenwert

  • Die Maximale Schärfentiefe erreicht man durch das Fokusieren auf die hyperfokale Distanz: Man wählt eine Blende und eine Brennweite. Die hyperfokale Distanz gibt die Entfernung an, auf die bei dieser Auswahl fokusiert werden muß, damit alles ab dem fokusierten Punkt scharf dargestellt wird.

 

Weißabgleich

  • Der Weißabgleich regelt die Farbtemperatur des Bildes.

  • Beim manuellen Weißabgleich sollte darauf geachtet werden, dass das Licht im gleichen Winkel auf die Graukarte fällt um durch eine möglicht ähnliche Lichtstimmung ein exakten Weißabgleich zu erhalten.

 

 

 

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