Menschen

Bildaufbau:

  • Die Fotografierten Personen sollten sich wohl fühlen und in die Bildgestaltung mit einbezogen werden. Man sollte ihnen sagen, wie man die Szene gestalten will und warum auf diese Art. Zwischendurch immer die gemachten Fotos zeigen.

  • Kopf oder Augen sollten im goldenenSchnitt liegen.

  • Körperhaltung:

    • Hüfte frontal zur Kamera macht breiter

    • Die Schultern sollten niemals eine horizontale Linie formen

    • Eine Schulter macht schlanker

    • Blick über die Schulter wirkt kess und macht ein rundes Gesicht schmaler

    • IdR sollte die Wirbelsäule nicht komplett gerade sein.

    • Kopf nach unten wirkt unterwürfig

    • Blick und Laufrichtung sollten immer in Richtung Bildmitte gehen, nicht aus dem Bild heraus. In Blickrichtung sollte auf dem Bild noch etwas Platz frei sein.

    • Blick nach links (also gegen die Leserichtung) = Blick zurück in die Vergangenheit

    • Blick nach rechts = Blick in die Zukunft

    • Leicht eingedrehte Schulter und Blick in die Kamera bewirken einen offenen, lockeren und freundlichen Ausdruck.

    • Der Blick von oben in die Kamera lässt Personen überlegen, selbstbewusst kühl und erhaben wirken.

    • Fotos von zu weit unten bzw. aus der Froschperspektive vermeiden, da sie ein Doppelkinn verussachen und die Körperproportionen zu sehr verzerren.

    • Der direkte Blick in die Kamera wirkt selbstbewusst und verstärkt die Bildwirkung.

    • Blick von unten in die Kamera macht das Motiv klein und verletzlich. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn der Blick nicht direkt in, sondern über die Kamera geht.

  • Sprünge wirken aus Froschperspektive höher

  • Auf die Augen fokussieren, da hier der schärfste Bildbereich liegen sollte.

  • Ein Kopf darf ruhig beschnitten (der Kopf ist nich vollständig auf dem Foto zu sehen) sein, da ein enger Bildausschnitt mehr Dynamik bringt.

  • Strahlende Gesichter (z.B. beim Geschenkeauspacken) durch engen Bildausschnitt betonen

  • Klassisches Modefoto: Helle Personen vor dunklem Hintergrund und umgekehrt

  • Zu vermeidene Kleidung: Schwarzes (Verliert Struktur), Weißes (Überstrahlt), klein kariert oder gestreiftes beginnt zu flackern (Moiré), grelle Farben bereiten dem Sensor durch die feinen Tonwerte Schwierigkeiten und können die Haut blass aussenen lassen. Die Kleidung sollte sich aber gut vom Hautton abheben.

  • Gut geeignet ist schwarz-weiße Kleidung mit wenig Aufdruck, großen, gleichmäßigen Mustern und ohne Firmenlogos. Bei Porträts sollte die Kleidung dezent sein um nicht zu sehr vom Gesicht ablenken.

  • Der Bildrand sollte nicht durch Gelenke verlaufen

  • Da der Blitz einiges an Farbe schluckt, darf man sich ruhig etwas stärker Schminken als sonst

  • Durch einen nach oben gerichteten Blick in die Kamera wirken die Augen größer

  • Die Augen sollten etwa ein Drittel unterhalb der Bildoberkante liegen

  • Um eine Verzerrung zu vermeiden sollte die Kamera nicht gekippt werden um Verzerrungen des Körpers oder des Gesichts zu vermeiden

  • Darauf achten, dass keine Gegenstände, zB Laternen, „aus den Köpfen“ wachsen.

  • Im Querformat wirkt ein Gesicht fülliger, Hochformat schmeichelt dem Gesicht.

  • Besonders bei unruhigen Hintergründen sollte ein geringer Schärfebereich gewählt werden um das Motiv vom Hintergrund abzuheben.

  • Um Kinder dazu zu bringen in die Kamera zu schauen und sie zu beschäftigen kann man sie ihr Spiegelbild im Objektiv suchen lassen.

  • Fotografiert man Kinder, regelmäßig Pausen einlegen.

  • Oft halten Kinder nicht wie gewünscht still.Hier hilft eine kurze Belichtungszeit oder ein Sport Motivprogramm um Bewegungsunschärfe zu vermeiden.

  • Die gewünschte Mimik kann den Kind vorgemacht werden. Dies diehnt gleichzeitig der Belustigung des Kindes.

  • Gestellte Fotos machen Kindern meistens keinen Spaß. Statt Kinder in Szene zu setzen, kurz warten. Sie setzen sich schnell selber in Szene.

  • Kinder nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe fotografieren. Oder sogar aus der Froschperspektive.

  • Schnell sind fotografierenswerte Momente (Mimik, Gestik, Handlung) von Kindern vorbei. Dabei den richtigen Moment zu erwischen hilft die Serienbildfunktion.

  • Um Reflexe in Brillen zu vermeiden sollte man auf einen Blitz verzichten. Ist dies nicht möglich sollte der Brillenträger direkt in die Kamera schauen. So werden Reflektionen vermindert. Indirekt über die Decke zu blitzen ist eine weitere Möglichkeit, falls die Ausrüstung dies zuläßt.

  • Um eine Aussage über die Persönlichkeit einer fotografierten Person zu treffen kann sie an einem aussagekräftigen Ort fotografiert werden (Sportplatz, Bibliothek…)

  • Haare können mit einem Ventilator zum wehen gebracht werden.

  • Gruppenfotos:

    • Im Freien wirken Fotos freundlicher und natürlicher als in Räumen.

    • Um geschlossene Augen zu vermeiden, kann man die Gruppe die Augen schließen lassen und auf Kommando wieder zu öffnen. In den ersten Sekunden danach sollten alle Augen noch offen sein.

  • Es muß nicht immer möglichst viel aufs Foto. Oft ist es besser einen engen Bildausschnitt zu wählen.

  • In Blickrichtung der Person sollte genug Platz sein, da der Betrachterder Blickrichtung folgt. Ein enger Anschnitt kann eine Beklemmende Wirkung haben.

  • Blenden Sonne oder Reflektor zu stark, können die Augen bis zum Foto geschlossen bleiben.

Blitz & Licht:

  • Schaut der Porträtierte direkt in die Karera sollte der Vorblitz verwendet werden um die Pupillen zu verengen und so rote Augen zu vermeiden.

  • Durch eine offene Blende, einen geringen Motivabstand und eine lange Brennweite wird der Hintergrund unscharf. So wird das Motiv abgehoben und das Bild beruhigt. Das Motiv sollte dabei nicht direkt vor dem Hintergrund stehen um diesen Effekt zu ermöglichen und Schlagschatten durch den Blitz zu vermeiden.

  • Durch direktes Licht entstehen Schatten im Gesicht und Hautunebenheiten werden hervorgehoben.

  • Licht von vorne schmeichelt der Haut und den Gesichtszügen

  • Streiflicht von der Seite bringt Falten und Hautunreinheiten zum Vorschein und betont das Profil

  • Lich von oben sorgt für starke Konturen

  • Licht von schräg oben läßt das Licht natürlich wirken

  • Licht von schräg oben und unten läuchtes das Motiv gleichmäßig aus und läßt es weich erscheinen

  • Licht von schräg unten ist ein härteres Licht und erzeugt Dramatik

  • Gegen zugekniffene Augen oder gegen dunkle Augenhöhle wegen Sonnenschein helfen Hut oder Sonnenbrille. Da von dem Gesicht dann allerdings nicht mehr viel zu sehen bleibt empfielt es sich, das Gesicht im Schatten zu halten und es ggf mit Reflektoren oder Blitz aufzuhellen

  • Bei Licht von der Seite wobei eine Gesichtshälfte im Schatten liegt sollen beide Augen im Licht sein

  • Licht von hinten oder schrär hinten erzeugt Lichtkanten.

  • Die Sonne Schräg oben im Rückender Person kann verwendet werden, wenn direktes Sonnenlicht im Gesicht zu hart wirkt. Zusätzlich entstehen so Lichtkante. Und ein Schimmer in den Haaren.

  • Gegenlicht erzeugt einen goldenen Schimmer in den Haaren und Hebt das Motiv durch eine Lichtkante vom Hintergrund ab. Gegebenenfalls den Blitz einschalten wenn das Gesicht zu dunkel ist.

  • Ein Hut kann störende Lichtflecken oder ein Blenden des Fotografierten verhindern

  • Rembrandt Dreieck: Ein nach unten zeigendes Lichtdreieck auf der Wange der schattigen Gesichtshälfte

  • High Key schmeichelt der Haut und reduziert kleine Fältchen und Unebenheiten

  • Low Kes erzeugt geheimnisvolle Stimmung

  • Mit Reflektoren läßt sich das Sonnenlicht gezielt auf das Gesicht lenken. Silberne Reflektoren erzeugen ein natürliches Licht, goldene ein sehr warmes und eignen sich daher gut für Außenaufnahmen

  • Unregelmäßiges Licht, wie es z.B. Bei durch Blätter fallende Lichtstrahlen erzeugt wird, meiden.

  • Hartes Licht erzeugt harte Schatten. Dies kann durch einen Diffusor zwischen Motiv und Blitz/Sonne vermieden werden. Butterbrotpapier eignet sich, um es als Diffusor auf den Blitz zu kleben. Verfügt man über einen Schwenkblitz kann man indirekt über die Decke blitzen.

  • Bei Nacht mit Blitz und einer Längeren Belichtungszeit (Lanzeitsynchronisations Blitz) fotografieren um das Motiv auszuleuchten und einen stimmungsvollen Hintergrund zu erhalten

  • Augenringe und Doppelkinn durch waagerechten Reflektor auf Brusthöhe verringern

  • Um Spiegelungen in Brillengläsern zu vermeiden sollte der Blitz bzw. die Lichtquelle nicht parallel su den Gläsern stehen.

  • Die Belichtungsmessung sollte per „Mittenbetont“ auf der helleren Seite des Gesichts durchgeführt werden.

  • Nicht zur Mittagszeit fotografieren, da die hochstehende Sonne nur kurze Schatten wirft, für dunkele Augenhschatten sorgt, und ein hartes, weniger warm wirkendes Licht ausstrahlt.

Kamera Einstellungen:

  • Blende öffnen (niedriger Blendenwert) für geringe Schärfentiefe (unscharfer Hintergrund) und weichere Haut

  • Blende schließen (hoher Blendenwert) für maximale Deteils und hohe Schärfentiefe (z.B. bei Tieren mit langen Schnautzen oder Schnäbeln wie Kühe und Pferde wird so der ganze Kopf scharf anstatt nur ein Teil wie bei offener Blende)

  • Lange Brennweite (hinein zoomen) für reale Proportionen. Für Porträts sollte sie zwischen 50 und 100mm liegen. Sehr beliebt sind 85mm.

  • Längre Brennweite hat verdichtende Wirkung. Vordergrund undf Hintergrund rücken dichter zusammen.

  • Bei kurzer Brennweite und geringem Motivabstand wirkt das Gesicht verzerrt: die Nase wirkt größer und der Kopf scheint sich nach hinten zu verjüngen

  • Mit Spotmessung auf ein Auge fokusieren. Fokusiert man zwischen die Augen erreicht man nicht die optimale Schärfe.

  • Zur Belichtungsmessung die mittenbetonte Integral- bez. Mittenbetonte Messung benutzen

  • Bei sehr hellen Hauttönen kann es passieren, dass das Bild unterbelichtet wird. In diesem Fall einfach +1EV einstellen.

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*