Wetter- und Lichtsituationen

Wenig Licht:

  • Szenen mit sehr wenig Licht sind für den Autofokus eine Herausforderung. Gibt es Probleme, hilf das manuell fokussieren oder den Fokus auf unendlich stellen. Alternativ kann das Motiv zum fokusieren angestrahlt werden, für weiter entfernte hilft ein Laserpointer.

  • Um Verwackeln zu vermeiden ein Stativ benutzen. Dann kann eine Längere Belichtungszeit gewählt werden und dadurch der ISO Wert verringert werden, so dass das Bild weniger stark rauscht.

  • Mehr Lichtempfindlichkeit durch hohen Iso-Wert. Aber auch mehr Rauschen.

  • Automatikprogramme wählen oft zu hohe ISO Werte

Feuerwerk:

  • Serienbildfunktion nutzen. So kann man später die besten Aufnahmen auswählen.

  • Bei Feuerwerken sind die ersten Bilder die besten, weil noch nicht viel Rauch in der Luft ist.

  • Bei Feuerwerk eine möglichst weit geschossene Blende verwenden um überstrahlte Lichtspuren zu vermeiden. Lange Belichtungszeit, niedriger ISO-wert.

  • Mit der Belichtungszeit experimentieren um den Gewünschten Effekt bei den Lichtspuren zu erhalten.

  • Den Himmel dunkel halten, damit das Feuerwerk sich optimal von ihm abhebt. Eventuell etwas unterbelichten.

Siehe auch: Langzeitbelichtung

Gewitter:

  • Ein Stativ benutzen und wiederholt 30 Sekunden belichten. So ist die Wahrscheinlichkeit an höchsten einen Blitz aufsBild zu bekommen.

Sturm:

  • Die dunklen Sturmwolken eignen sich besonders für HDR Bilder.

Regen:

  • Regenspuren können mit einer Belichtungszeit von 1/30s – 1/15s eingefangen werden

  • Gegenlich ist gut

  • Motivtipp: Gesicht melankilisch schauend vor Regentropfen auf Fensterscheibe

  • Motivtipp: Pfützen für Spiegelungen nutzen.

  • Nach einem Regen findet man die schönsten Farben (sie wirken gesättigter) und das klarste Licht.

Grauer Himmel:

  • Im Wald läßt sich die Aufnahme des grauen Himmels leicht vermeiden. Beim diffusen Lich eines grauen Tages lassen dich die feinen Grünabstufungen besser einfangen

  • Ein gut durchgetontes Bild gelingt am besten beim diffusen Licht ohne direktes Sonnenlicht) eines hellen aber bedeckten Tages

Gegenlicht:

  • Blende schließen, etwas unterbelichten

  • Gegenlicht erzeugt bei Porträts einen goldenen Schimmer in den Haaren und hebt das Motiv durch eine Lichtkante vom Hintergrund ab. Gegebenenfalls den Blitz einschalten wenn das Gesicht zu dunkel ist.

  • Für Silhouetteneffekt Belichtungsmessung im Motivhintergrund nahe der Sonne durchführen, damit unterbelichtet wird und somit das Objekt im Vordergrung sehr dunkel wird.

  • Soll der Vordergrund nicht schwarz sein muß er angeblitzt werden

  • Bei nahezu geschlossener Blende und einer Belichtungszeit um 1/60s bilden sich Sonnenstrahlen sternförmig ab

  • Um eine Falsche Belichtung zu vermeiden kann ein Punkt oberhalb der Sonne (die sich dann nicht im Sucher befinden darf) anvisiert werden. Die Belichtung kann dort gemessen und verriegelt werden indem man den Auslöser halb herunter drückt und dann auf den ursprünglichen Bildausschnitt zurück schwenkt und auslöst.

  • Um flaue Farben und Reflektionen durch Streulicht zu vermeiden eine Sonnenblende verwenden und möglichst aus dem Schatten heraus fotografieren.

  • Motivtipp: Blumen oder Blätter durch Gegenlich zum leuchten bringen

  • Motivtipp: Gegenlicht hebt Personen und Tiere durch helle Kanten in Fell, Federn und Haaren vom Hintergrund ab.

Sonnenuntergang und Dämmerung:

  • Die Langen Schatten der Dämmerung nutzen. Die niedrig stehende Sonne produziert schöne Schatten und arbeitet Oberflächen-Strukturen perfekt heraus.

  • Für mehr Dynamik Schatten entlang der Bilddiagonalen laufen lassen

  • Die „Blaue Stunde“ nutzen.

  • Weißabgleich-Voreinstellung „Kunstlicht“ für ein intensiveres Blau.

  • Sonnenuntergang für kräftigere Farben und gegen Überbelichtung der hellen Bereiche das Bild etwas unterbelichten.

  • Bei Sonnenuntergängen liefert die Voreinstellung „Tageslicht“ oft schönere Farben für den Weißabgleich als die Automatik.

  • Um nicht direkt in die Sonne zu fotografieren kann die Sonne hinter einem Objekt versteckt werden.

  • Fotografiert man direkt in die Sonne sollte man warten, bis sie möglicht tief steht. Dann ist sie nicht mehr ganz so hell.

  • Die Belichtungsmessung auf Mittenbetont stellen, da Mehrfeldmessung meistens zu dunkele Ergebnisse liefert.

  • Eignet sich auch ebenso wie Gegenlicht um Silluetten abzubilden (siehe Gegenlicht)

Schnee

  • Bei Schnee wählt die Belichtungsautomatik oft zu kurze Belichtungszeiten. Damit der Schnee weiß wird die gemessene Belichtungszeit verdoppeln oder überbelichten (ca. +1 Blende)

  • Spotmessung verwenden.

  • Manuellen Weißabgleich durchführen.

  • Streiflicht läßt den Schnee glitzern

  • Schnee eignet sich gut für Lichtspurenbilder (Autolichter…)

  • Bei Schneefall den Blitz ausschalten um unscharfe, angeblitze Schneeflocken im Vordergrund zu vermeiden und stattdessen die Belichtungszeit erhöhen um Unterbelichtung zu vermeiden.

Nebel

  • Nebel entsteht häufig in kalten, windstillen Nächten, denen ein warmer Tag voraus gegangen ist.

  • Am besten vor Sonnenaufgang vor Ort sein und möglichst früh mit dem Fotografieren beginnen, bevor sich der Nebel verzogen hat und das Licht härter wird.

  • Um 1/3 bis 2 Blenden (am besten mit Belichtungsreihe ausproieren) überbelichten. Die Nebelschwaden wirken dadurch heller und das Bild freundlicher.

  • Nebelbilder eignen sich gut für s/w

  • Nebel durch Sonnenlicht zum Leuchten bringen. Zum Beispiel beim Sonnenaufgang.

  • RAW nutzen, da die feinen Farbabstufungen des Nebels schnell überstrahlen.

 

 

 

 

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